RaspberryPi 2 als schlanker Heimserver

Heute habe ich meinen dritten RaspberryPi 2 als schlanken Heimserver bei mir zu Hause in Betrieb genommen. Mit einer Leistungsaufnahme von ca. 2,2 Watt eignet sich der RPi2 durchaus als sparsamer, schlanker Server für einfache Aufgaben.

Dieser RaspberryPi 2 soll unter anderem einige Dienste zentral bereitstellen, die momentan noch über mein NAS von Synology laufen. Bei jeder Anforderung von Daten zum Beispiel aus der MySQL-Datenbank wird das NAS aus dem Standby-Betrieb geweckt und die beiden Festplatten laufen wieder an. Zum einem kommt es so zu Verzögerungen bis die Daten bereit stehen und der Stromverbrauch des NAS ist viel höher.

Nachdem ich Paket ausgepackt hatte und den Einplatinen-Computer in das Gehäuse eingesetzt habe, konnte auch schon die Installation losgehen. Als Betriebssystem habe ich Raspbian Jessie gewählt, welches auf Debian Jessie 8 basiert. Mit Debian 8 hatte ich in den letzten Tagen ja bereits einige Erfahrungen sammeln dürfen.

Raspbian auf dem RaspberryPi installieren und einrichten

Das Image für den RaspberryPi gibt es auf der offiziellen RaspberryPi-Website zu Download. Dort hat man die Wahl zwischen dem vollständigen Desktop-Image oder einem Minimal-Image. Für den reinen Serverbetrieb reicht das Minimal-Image aus, benötigte Pakete lassen sich einfach nachinstallieren.

Ist das Image komplett runter geladen, muss die Zip-Datei entpackt werden. Um das Image auf die SD-Karte zu schreiben, wird unter Windows das Tool Win32DiskImager benötigt. Nach der Installation muss die Software mit Administrations-Rechten gestartet werden. Die Speicherkarte sollte im Windows Explorer mit einem eigenen Laufwerksbuchstaben erscheinen. Dieser wird oben rechts im Programmfenster eingestellt.

Win32DiskImager

Über das Ordner-Symbol wird die IMG-Datei des zuvor runtergeladen und entpackten Betriebssystems ausgewählt. Mit einem Klick auf die Schaltfläche Write werden die Daten jetzt auf die SD-Karte geschrieben. Nachdem die Meldung „Write Successful“ gekommen ist, kann die SD-Karte entnommen werden und in den Schacht im RaspberryPi geschoben werden.

Nun muss der RaspberryPi noch per Netzwerkkabel mit dem Router verbunden werden und der Stromstecker angeschlossen damit der kleine Computer bootet. Jetzt muss er nur noch konfiguriert werden.

In der Regel wird der kleine RaspberryPi nicht mit einem Bildschirm und einer Tastatur verbunden sein. Um ihn trotzdem zu konfigurieren, verbindet man sich per ssh und meldet sich auf der Konsole an. Als ssh-Client nutze ich das Programm PuTTY, bzw. den Fork KiTTY. Unter Hostname wird die IP-Adresse eingegeben, die in der Regel durch den Router vergeben wird. Die IP-Adresse findet man in der Weboberfläche des Routers raus.

KiTTYMit dem Klick auf Open wird die Verbindung aufgebaut. Nun wird der Benutzername und das Passwort abgefragt. In der jungfräulichen Installation ist der Benutzername pi und das Passwort raspberry. Das Standardpasswort wird in der folgenden Konfiguration geändert. Nach der erfolgreichen Anmeldung, startet man die Konfiguration mit dem Befehl:

sudo raspi-config

Um die komplette Speicherkarte zu nutzen, wird hier zu erst der Punkt Expand Filesystem ausgewählt. Nach dem nächsten Boot steht dann der komplette Speicherplatz der SD-Karte zur Verfügung.
Um das Standard Passwort zu ändern, wird der zweite Menüpunkt ausgewählt. Nun kann in der Konsole ein neues Passwort für den Benutzer pi eingegeben werden. Zur Sicherheit muss man das eingegebene Passwort nochmal bestätigen.
Im fünften Menüpunkt kann man dem Betriebssystem jetzt noch etwas Deutsch beibringen. In dem Untermenü wird zuerst der Punkt Change locale ausgewählt und im folgenden Dialog dann die drei Optionen „de_DE ISO-8859-1„, „de_DE.UTF-8 UTF-8“ und „de_DE@euro ISO-8859-15“ mit der Leertaste ausgewählt und mit OK bestätigt. Im folgenden Fenster habe ich die Option de_DE.UTF-8 gewählt. Anschließend wird der fünfte Menüpunkt erneut ausgewählt um die korrekte Zeitzone einzustellen.
Abschließend habe ich unter den Advanced Options noch den Hostnamen eingestellt, unter dem der RaspberryPi im Netzwerk erreichbar ist.

RasoberryPi Konfiguration

Mit Finish wird die Konfiguration verlasen. Nach einem Reboot kann der RaspberryPi mit Softwarepaketen ganz nach den eigenen Wünschen ausgestattet werden:

sudo shutdown -r now

 

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